Evangelisches Schulzentrum Martinschule

Wir machen Schule

Schule zur individuellen Lebensbewältigung

Die Schule zur individuellen Lebensbewältigung besteht seit dem 01.01.1992 und hat sich durch die Inklusion stetig gewandelt.

Seit dem Schuljahr 2011/12 hat sich unsere Form des kooperativen Lernens von Schülern mit und ohne geistige Behinderung so weiterentwickelt, dass ein längeres gemeinsames Lernen von unterschiedlich begabten Schülern über die Grundschulzeit und die Orientierungsstufe hinaus ermöglicht wurde, ohne jemanden auszuschließen. Aktuell erleben fast alle Schüler in ihren jeweiligen Klassen bei uns einen inklusiven Schulalltag.

Das Hauptanliegen der Schule zur individuellen Lebensbewältigung ist es, jeden Schüler entsprechend seinen Möglichkeiten zielgerichtet zu fördern, um eine möglichst intensive „Selbstverwirklichung in sozialer Integration“ zu erreichen. Der Unterricht findet in einem gemeinsamen sozialen Gefüge statt. Immer gilt es, den Schülern Wege zu erschließen: Wege zu sich selbst, zu ihren Mitmenschen und zu den Dingen der Welt. Dabei orientieren sich die Lehrkräfte in ihrer sonderpädagogischen Arbeit am geltenden Rahmenplan der Schule zur individuellen Lebensbewältigung in Mecklenburg-Vorpommern. Er stellt die Grundlage für die schulinternen Lehrpläne dar.

Jahrgänge 1-4:

In den jeweils 3 Grundschulklassen eines Jahrgangs lernen je 18 Schüler – pro Klasse maximal 4 Schüler mit dem festgestellten Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“. Die Unterrichtszeiten sind mit denen der Grundschule identisch (siehe unter Grundschule). Nach dem Unterricht besteht die Möglichkeit, unseren schuleigenen inklusiven Hort zu besuchen, wenn eine Anspruchsberechtigung vorliegt.

Angeleitet werden die Schüler dabei von einem multiprofessionellen Team (bestehend aus der Klassenlehrerin, einer pädagogischen Unterrichtshilfe, evtl. einem Integrationshelfer sowie einer Sonderpädagogin in beratender Funktion und den Fachlehrern).

Großzügige Räumlichkeiten (u.a. 2 Klassenräume pro Klasse, Snoezelenraum und diverse Therapieräume etc.) bieten die Möglichkeit, individuell auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen einzugehen und den Tag so zu gestalten, dass auch Einzelunterricht sowie eine förderliche Rhythmisierung möglich ist.

Jahrgänge 5-8/9

In den Räumlichkeiten des Schulgebäudes II lernen die Schüler des Schulteils zur individuellen Lebensbewältigung weiter mit allen gemeinsam, ab dem Jahrgang 5 in Stammgruppen. Etwa 11 Schüler mit und ohne Behinderung bilden eine Gruppe, die von einem Stammgruppenleiter geführt wird. Während des Unterrichtstages finden alle Schüler des Jahrgangs zu sinnvollen Lerngruppen zusammen. Offene Lern- und Arbeitsformen geben Raum für die persönliche Potentialentfaltung jedes Schülers. In das Gebäude III wechseln alle Schüler nach Beendigung des 8.Jahrgangs. Die Unterrichtszeiten sind mit denen der IGS identisch (siehe unter IGS).

 Abschlussstufe

Mit der 10.Klasse endet das vorrangig gemeinsame Lernen von Schülern mit und ohne Behinderung. Jeder lernt und arbeitet jetzt sehr zielgerichtet mit Blick auf den angestrebten Schulabschluss. Die Schüler mit dem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ lernen daher größtenteils außerhalb des Schulgebäudes und durchlaufen in 3 Schuljahren jeweils zweimal für ca. 6 Monate folgende Bereiche:

  • Lernort Schülerfirma: Mitarbeit bei „Häppchen & Co“ (Versorgung der Kinder im Grundschulbereich an 2 Wochentagen mit Frühstück)
  • Lernort Wohnung: Erlernen aller Tätigkeiten für das spätere selbstständige Leben in einer Wohnung (z.B. Einkaufen, Wäsche waschen, Putzen, Umgang mit Geld und Orientierung im Stadtraum etc.)
  • Lernort Abschlussstufenzentrum (H.-Hertz-Straße): Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung verschiedener Praktika

Darüber hinaus können Schüler mit dem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ an folgenden Unterrichten bis zum 12.Jahrgang teilnehmen:

  • am Schwimmunterricht (wöchentlich)
  • am mehrwöchigen Kunstprojekt mit Künstlern der Region (begleitet von den Kunstlehrern)
  • an verschiedenen Musikangeboten der Schule
  • an den Mittwochs- sowie Freitagsandachten

Persönlich in Gesprächen mit Eltern, Kind und Klassenlehrer vereinbarte Lernziele werden individuell bearbeitet. Die Schüler erhalten Rückmeldungen der Lehrkräfte in ihrem Entwicklungsportfolio bzw. im Endjahreszeugnis in Briefform.

Eine Benotung von Leistungen erfolgt an der Schule zur individuellen Lebensbewältigung nicht.

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1. Dezember 2017

Neue Ära der Zusammenarbeit

Am Donnerstag, dem 30.11.17 besuchte eine hochrangige Delegation des Bildungsministeriums das Evangelische Schulzentrum Martinschule: Herr [...]

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