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Flüchtlingskinder
in der
Martinschule

Evangelisches Schulzentrum Martinschule

Wir machen Schule

UKRAINISCHE KINDER UND JUGENDLICHE IN DER MARTINSCHULE

Liebe Martinschulgemeinde,

ab Montag, d. 04.04.22 kommen ukrainische Kinder und Jugendliche auch in unsere Martinschule!

Wir haben versucht, hier in kurzer Zeit ein erstes Konzept zu erstellen, das sicherlich noch mehrmals weiterentwickelt wird.

Liebe Mitarbeiter*innen und Eltern ich möchte Ihnen schon jetzt danken für die vielen tollen Rückmeldungen und die Bereitschaft so vieler, hier mithelfen zu wollen! Wir werden in den nächsten Tagen und Wochen sicherlich (weiter) darauf zurückkommen.

Im Moment ist geplant, dass pro Jahrgang zwei (maximal drei) Schüler*innen aufgenommen werden können, sechs Anmeldungen sind bisher bei uns eingegangen…

Wir wollen diese Schüler*innen in unser Martinschulleben integrieren, so dass sie schnell Kontakte zu ihren neuen Mitschüler*innen haben. Jede und jeder von ihnen wird ein „Patenkind“ der Martinschule an der Seite haben. Und sie sollen dabei zeitweise begleitet werden von Menschen, die russisch / ukrainisch sprechen, sie werden an „Martinschul-DaZ (Deutsch als Zweitsprache)-Kursen“ teilnehmen und hierbei nicht nur miteinander ins Gespräch zu kommen, sondern u.a. auch eine heute bei uns eingestellte ukrainische Lehrerin an der Seite haben. Diese ukrainische Lehrerin wird bereits am Montag den gesamten Tag in der Martinschule sein, um die Kinder mit zu begrüßen, Fragen der Mütter… zu beantworten. Ab Freitag nimmt sie täglich an einem Deutsch-Intensiv-Kurs teil und ist anschließend ab 13.00 Uhr in der Martinschule.

In den Klassen, Stamm- bzw. Tutor*innen-Gruppen lernen die ukrainischen Kinder täglich von 08.00 – 13.00 Uhr, haben dann von 13.00 – 14.00 Uhr (Jahrgänge 1-4) bzw. 13.00 – 15.15 Uhr (ab Jahrgang 5) „Martinschul-DaZ-Unterricht“ (mit Lernbegleiter*innen der Martinschule und der ukrainischen Lehrerin) und nehmen dann an „ihren“ jeweiligen Abschlusskreisen teil. Bei Bedarf ist auch ein anschließender Hortbesuch möglich.

Zur Finanzierung all dessen (die aber nicht im Vordergrund steht) gibt es noch keine Aussagen des Bildungsministeriums – dafür aber die Bereitschaft des Schulträgers, hier erst einmal unkompliziert und schnell zu helfen und erste Spendenangebote von Mitarbeiter*innen und Eltern! Wer sich hier finanziell beteiligen möchte, meldet sich bitte bei mir – wir werden all dies in den nächsten Wochen koordinieren…

Und „wie immer“ wollen wir in der Martinschule auch hier keine (neuen) Gräben aufreißen – zwischen Flüchtlingskindern aus der Ukraine und Flüchtlingskindern aus anderen Ländern, von denen wir in den vergangenen Jahren auch mehrere aufgenommen haben und auch weiter aufnehmen wollen. Ich bin mir sicher, dass uns dies gelingen wird.

Natürlich muss all das gut mit allen anderen Martinschüler*innen „kombiniert“ und von unseren Lernbegleiter*innen zusätzlich auch geleistet werden können – hier möchte ich mich schon jetzt bei allen Beteiligten bedanken!

Auch dies ist ein wichtiger Teil der VIELFALT, die wir seit mehr als 30 Jahren gemeinsam in der Martinschule leben.

Ihr

Benjamin Skladny

Schulleiter