Evangelisches Krankenhaus Bethanien

Wir begleiten

Psychosomatik & Schmerzstörungen

Was Sie über die Erkrankung wissen sollten

Menschen, die an einer somatoformen Störung leiden, beklagen gleichbleibende oder häufig wechselnde körperliche Beschwerden, die zu deutlichen alltäglichen Einschränkungen führen. Häufig können sie eine lange und komplizierte Krankheitsgeschichte erzählen. Die Patienten stellen sich bei einer Vielzahl von Ärzten und Spezialisten vor und nehmen zum Teil unangenehme Untersuchungen auf sich, ohne dass eine ausreichende organische Ursache gefunden werden konnte. Aufgrund der unerklärlichen Symptome entsteht oft die Angst an einer unentdeckten schweren Erkrankung zu leiden. Nicht selten nehmen die Betroffenen Schmerzmedikamente in hoher Dosis ein, um die Symptome zu reduzieren.

Wenn Sie unter dauerhaften körperlichen Beschwerden leiden, für die auch nach ausführlicher medizinischer Untersuchung keine Ursache gefunden werden konnte, beruhen ihre Probleme möglicherweise auf psychischen Konflikten. Das ist für viele Menschen nicht leicht nachvollziehbar und schwer zu akzeptieren. Vielleicht fällt es Ihnen auch schwer, den Ärzten zu glauben.

Somatoforme Störungen sind in jedoch in der Bevölkerung nicht selten und keinesfalls etwas, wofür man sich schämen müsste. Etwa 13% der Bevölkerung erkrankt einmal im Leben an einer somatoformen Störung. Viele Menschen werden in ihrem Leben mit Herausforderungen konfrontiert, die sie nicht allein bewältigen können. Wenn die Belastungen zu groß werden, „reagiert“ auch der Körper. Dann ist es wichtig, rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, bevor die Beschwerden chronisch werden.

Was Sie über die Behandlung wissen sollten

Hinter dem Begriff „somatoforme Störungen“ steht eine Vielzahl an möglichen Beschwerdebildern und Erkrankungen:

  • Schmerzen
  • Magen-Darm-Probleme (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall)
  • Neurologische Beschwerden (Taubheit, Kribbeln, Schwächegefühle)
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden (Atemlosigkeit, Brustschmerzen)
  • Schmerzstörung: Die Betroffenen berichten über starke, beeinträchtigende Schmerzen in mindestens einem Körperbereich. Medizinisch gibt es keine oder unklare Gründe für die Schmerzen.
  • Somatisierungsstörung: Die Betroffenen berichten von einer Vielzahl der bereits genannten Beschwerden. Eine medizinische Ursache ist auch hier nicht ersichtlich.
  • Stationär auf unserer störungsspezifischen Station für Psychosomatik mit Schwerpunkt chronischer Schmerzstörungen (Station 6). Auf Wunsch bietet unser Krankenhaus privat versicherten Patienten sowie gesetzlich versicherten Patienten (hier als zusätzliche Wahlleistung) die Möglichkeit des Aufenthaltes auf unserer Privatstation.
  • Teilstationär in unserer Tagesklinik für Psychosomatik.
  • Ambulant über unsere Psychiatrische Institutsambulanz.

Ihre Behandlung erfolgt durch ein Team bestehend aus Ärzten, Psychologen, Pflegekräften sowie Sozialarbeitern, Ergo- und Physiotherapeuten. Ihr Zusammenarbeiten ermöglicht eine sichere und umfassende Untersuchung und eine gezielte Behandlung.

Die Behandlung beinhaltet in unterschiedlichen Schwerpunkten folgende Elemente:

  • ärztliche Untersuchungen
  • psychologische / psychotherapeutische Einzelgesprächs- und Gruppentherapie
  • Kommunikative Bewegungstherapie
  • Musiktherapie
  • Genusstraining
  • Ergotherapie
  • Entspannungsübungen (Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, konzentrative Entspannung, Funktionelle Entspannung)
  • QiGong
  • Pilates
  • Yoga
  • Wirbelsäulengymnastik
  • Schwimmen
  • Sport / Spiel
  • Physiotherapie (Massagen, Fango, Medy Jet, u.v.m.)
  • Sporttherapie (Krafttraining, Einzelsport, u.v.m.)
  • Spieltherapie
  • Ausflüge

Näheres finden Sie unter Therapieangebote.